Eine Welt, die Schmerzen lehrt Teil 7

"Klappentext"

Die Saga geht weiter. Eingekesselt von geifernden Untoten müssen die Heldinnen versuchen, sich aus einer aussichtslosen Lage zu befreien.

Eine Welt, die Schmerzen lehrt Teil 7Es kam auf Bruchteile von Sekunden an, auf schnelle Entscheidungen und auf eine ungeheure Menge Glück. Vielleicht auch Beistand aus höheren Sphären. Alles sprach gegen uns. Moreturi te salutant.Meine drei Mädchen würden schon das Richtige tun. Sie waren nackt und darauf bedacht, ihr Leben in Sklaverei zu verbringen, deshalb hatten sie aber ihr Gehirn nicht an einen Haken gehängt.Ich schlug die Türe zu und schob das nächste Möbelstück davor. Es war nur ein kleiner Schuhschrank, aber er würde den Zugang blockieren. Mehr als ein paar Minuten ließen sich so nicht herausschinden, aber so war es nun mal.Im Wohnzimmer stand eine riesige Vase. Das Ding über den Schädel der bekloppten Maschine würde die vielleicht zur Vernunft bringen, dachte ich. Aber sie war verdammt schwer; ich war stabil gebaut und hatte  dennoch größte Mühe mit ihr. Staksend wie ein Gewichtheber, mehr torkelnd als geradeaus gehend, kroch ich die paar Schritte auf die zwei Formen zu, von denen die menschliche sekündlich schwächer wurde.Mit so viel Schwung, wie nur irgend möglich, schlug ich dem Roboter die Vase über den Kopf. Der Aufschlag war leicht, die Vase zersprang gerademal in drei Teile. Aber die Maschine war irritiert und ließ Melissa los, die mit einem dumpfen Knall auf dem Boden aufschlug.Das war der Moment, als auch die ersten Kreischer an der Tür waren und sie halb eindrückten. Sie hielt dem Ansturm stand, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis sie herein stürmen würden. Ich bückte mich, um die ohnmächtige Melissa aufzuheben, aber eine metallene Hand hielt mich zurück. "Sie ist zu schwer für dich", sagte die Nanny. Sie nahm ihre Klientin vorsichtig auf; jetzt war klar, dass sie sich normalisiert hatte."Folge mir!", befahl die Maschine. Sie führte mich die Treppen nach oben, wo es vier Zimmer gab-  und eine Luke mit einer Öse. Der Stab mit Haken stand in einer Ecke. "Nimm!" Sie reichte mir Melissa, deren Kopf  schlaf nach vorne auf ihrer Brust hing.Unten ächzte die Tür  unter dem Ansturm der Massen draußen. Ich hörte auch das typische Geräusch von malträtiertem Blech. Wir waren in einem echten Hexenkessel ohne Ausweg. Die Nanny nahm den Stab mit Haken und  schob ihn in die Öse. Ein Ruck, und die Bodentreppe glitt nach unten.Gleichzeitig krachte die Tür ins Innere mit einem Getöse, als wäre mit ihr die ganze Wand eingestürzt. Kreischend drangen die Untoten herein. Das war es also! Rien ne va plus!"Gib!", sagte die Nanny schroff und riss Melissa an sich. Geschwind wie ein Blitz kletterte sie nach oben, legte die Ohnmächtige ab und kam nach unten. Dieses Mal brachte sie Ben in Sicherheit. Da der Mob unten einen derben Krawall veranstaltete, bekamen sie nichts von dem Treiben hier oben mit. Anscheinend hatten sie das Treppenlaufen verlernt. Das war mal ein richtig guter Gedanke!Das Kindermädchen schwang sich ein drittes Mal hinab und brachte jetzt auch mich auf den Dachobden. Ich hätte die Leiter selbst nach oben steigen können, aber ich war wie in Trance wegen den sich aneinanderreihenden Katastrophen.Sie griff die Treppe und fuhr sie mit einem lauten Knall ein. Das hörten die Konsorten, sie kamen wild geifernd nach oben, wo sie aber niemanden antrafen."Danke", sagte ich lächelnd, aber das Gesicht der Nanny war im Dunkeln nicht auszumachen."Sind das deine Freunde da draußen in dem Wohnmobil?", fragte sie zur Antwort mit einer emotionslosen Stimme.Ich war zu benommen, um gleich antworten zu können. Der Radau der Untoten, die Zwickmühle, in der wir saßen, der schwindende Glauben, dass alles gut werden könnte, nahmen mich gefangen.Erst, als sie mich am Arm packte und noch einmal fragte, bestätigte ich, dass dort draußen drei Freundinnen  im Wohnmobil um ihr nacktes Leben bangten. Es machte keinen Sinn, jetzt von Sklavinnen zu sprechen, in drastischen Zeiten kam es auf einfachste Kommunikation an."Gut."Sie trat fort von mir und gleich darauf fiel Tageslicht durch eine Lücke im Dach ins Innere, und kurz darauf noch mehr. Die Maschine deckte in einem irrwitzigen Tempo viele Reihen Ziegel ab. Irgendwann war das Drama draußen dadurch bestens sichtbar.Das Wohnmobil war bereits kräftig demoliert. Alle Scheiben wiesen Sprünge auf, Teile lagen neben dem Gefährt und selbst wenn diese Scheiß Untoten von jetzt auf gleich verschwänden, könnten wir mit dem mobilen Zuhause nicht mehr weiter fahren."Es wird höchste Zeit!", sagte die Maschine. "Es ist allerhöchste Zeit!", dachte ich und fragte mich gleichzeitig, wozu? Das hier war das Ende, The End, so schön hypnotisch besungen von dieser amerikanischen Band.Sie öffnete ein Kästchen an ihrem Bauch und holte ein Tütchen hervor. Darin befanden sich Stöpsel in vielen Größen und Farben. Sie reichte mit ein paar gelbe Schaumstoffzylinder und befahl, mir damit die Ohren zu stopfen. Der ohnmächtigen Melissa verschloss sie selbst die Ohren und Ben streifte sie eine Art Kopfhörer über, den sie aus einem anderen Kasten hervorgeholt hatte. Als der Hund Anstalten machte, ihn abstreifen zu wollen, befahl sie ihm streng, den Schutz aufzulassen. Daraufhin wagte es Ben nicht mehr, auch nur eine Pfote anzuheben.Zufrieden stellte sie sich vor die Öffnung. Gleich darauf spürte ich eine Vibration, die schnell an Stärke zunahm. Bald ging sie so stark durch Mark und Bein, dass ich glaubte, meine Knochen würden direkt angegriffen, fast wie mit Hammer und Meißel.Und dann tanzte ich, ohne die Beine zu bewegen. Die Vibrationen waren so stark, dass die Holzbretter schwangen wie Gitarrensaiten und den winselnden Ben, mich und die ohnmächtige Melissa in Bewegung setzten.Wir waren nicht alleine. Unten hörte der Mob mit seiner Zerstörung auf; denn auch die Untoten tanzten jetzt wie Marionetten an unsichtbaren Fäden. Es war ein faszinierender Anblick, trotzdem ich nicht vergessen hatte, dass da unten fleischgeile Zombies tanzten, die mich ohne zu Zögern angreifen würden.Die Schwingungen nahmen an Intensität zu. Bald schien es, als würden meine Organe aus ihren Verankerungen gerissen. Ohne einen Einfluss darauf zu haben, ging ich in die Knie und knüllte mich zusammen, um dem Ansturm wenigstens etwas die Heftigkeit zu nehmen.Aber ich vermied nicht, dass ich mir in die Hosen pinkelte. Da war nichts zu machen. Vor Melissa bildete sich eine Pfütze- auch sie war nicht mehr Herrin ihres Körpers.Es dauerte so furchtbar lange und ich merkte, wie meine Kräfte schwanden. Ein furchbarer Druck baute sich in meinem Bauch auf, als hätte ich kiloweise Luft geschluckt. Innerhalb weniger Sekunden war das Gefühl so unerträglich, dass ich bereit war, den Roboter vom Dach zu stoßen, damit das endlich aufhörte. Ich war mir sicher, dass die Maschine hinter diesem merkwürdigen Spiel steckte.Ich riss die Augen auf und den Mund, um sie anzuschreien und was weiß ich noch was, aber unten fand ein abartiges Schauspiel statt, wie ich es mir nicht einmal in meinen schlimmsten Träumen hätte ausmalen können.Nacheinander platzten die Köpfe der Zombies wie Luftballone und spieen ekeliges Zeugs durch die Luft, bis alles von einem rot-braunen Gemisch bedeckt war, in das die leblosen Leiber fielen.Ich war völlig benommen von diesem... Spektakel der Hölle, was anderes fiel mir beim besten Willen nicht ein, als mir die Nanny den Kopfhörer abnahm und fröhlich verkündete, dass die Sache jetzt erledigt war. Dem völlig verwirrten Ben streichelte sie liebevoll über den Kopf und Melissa brachte sie zurück ins Bewusstsein, nachdem sie auch ihr den Hörer abgenommen hatte.Selbstredend wusste sie von nichts, aber als sie stand und hinab schaute, verstand sie gleich, was geschehen war.Die Maschine führte uns nach unten, wobei wir durch diesen widerlichen Brei zu waten hatten- die Konsorten im Haus hatte der Ansturm der Schallwellen ganz offensichtlich ebenfalls erwischt. Ich rutschte nach drei Schritten aus und sah danach, als sei ich in einem Schlachthaus Amok gelaufen.  "Zieh die Sachen aus!", befahl der Roboter, "du hast dich eh schon besaut!" Sie beließ es nicht bei Worten, sondern packte mit an. Ich hatte keine andere Wahl, als die Kleidung loszuwerden und unbekleidet zum Wohnmobil zu waten, vorsichtig darauf bedacht, kein zweites Bad zu nehmen.Aus der Nähe sah das Wohnmobil noch beschädigter aus, als von oben her betrachtet. In Gedanken wappnete ich mich. Wenn es die Untoten erwischt hatte, dann doch wohl auch die drei unterwürfigen Damen?"Bitte, lass sie am Leben sein, bitte, bitte, lass sie am Leben sein!", flehte ich in Gedanken, als die Türe aufgerissen wurde und die drei, schwankend zwar, aber dennoch unversehrt heraus kamen. Sie sahen mitgenommen aus und vergewisserten sich zuerst, dass wirklich alles in Ordnung war. Dann sahen sie uns und kamen freudestrahlend an. Als Drittes sahen sie dann den Schlamassel und die Gesichtsfarbe wich praktisch im Zeitraffer."Was..." fragte Nummer drei. Sie musste sich gedulden. Ich hatte keine Lust, ihr das zu erklären, die Maschine dachte wohl nicht daran und Melissa hatte anderes im Sinn, als aufzuklären."Du hast dich verbessert!", lobte sie den Roboter und erhielt eine Art Lächeln zur Antwort."Ja, ich kann die Wellen so kontrollieren, dass sie bestimmte Objekte umgehen.""Bravo!" Melissa klatschte Beifall, meine drei Damen glotzten selbstredend  irritiert."Dein Lob ehrt dich, aber ihr werdet dennoch nicht um die Buße herumkommen."Melissas Gesicht fiel und ich starrte die Nanny an. "Was soll das bedeuten?""Ihr habt Melissa in Gefahr gebracht, sie sich selbst natürlich auch, und deshalb muss ich eine Strafe auferlegen, damit ihr das nächste Mal besser aufpasst.""Und...""Umdrehen!", sagte die Nanny schroff.Melissa folgte ihr, wir anderen nicht. "Ich sag es nicht noch einmal!"Die Drohung war nicht zu überhören, dennoch blieben wir wie angewurzelt stehen."Tut, was sie sagt!" Melissas Stimme hatte einen flehentlichen Unterton, und dennoch folgten wir ihrer Bitte nicht. Ich empfand das als eine Ungeheurlichkeit, dass wir nach dem, was wir erlitten hatten, noch eine Strafe kassieren sollten. Das sah ich nicht ein!"Lass stecken!", sagte ich so schneidend, wie nur irgend möglich.Die Nanny öffnete den Mund und auf einmal waren da erneut diese Schallwellen. Ich spürte sie wieder in meinem Körper, wie sie sich an den Knochen brachen und zurückgeworfen wurden. Weil ich keine Kopfhörer trug, gelangten das ungeheuer hohe Geräusch direkt in meinen Kopf und ich merkte, wie sich ein Druck aufbaute, wie vorher in meinem Bauch.Ich wollte schreien, dass sie aufhören solle, aber es tat sich nichts. Es war, als hätte ich jetzt gar keine Kontrolle über meinen eigenen Körper mehr. Der Mund reagierte nicht, die Beine bewegten sich nicht, obwohl ich es wollte und meine Arme schossen plötzlich wie von Geisterhand gesteuert nach oben. Schmerzhaft weit streckten ich sie gen Himmel und egal, was ich tat, sie blieben dort. Als sei ich mit unsichtbaren Ketten gefesselt.Kurz darauf sauste etwas durch die Luft und ein siedend heißer Schmerz entstand auf meinem Arsch, als sei sie mit einer Fackel dort entlang gefahren. Der Schmerz vervielfältigte sich innerhalb kürzester Zeit.  Wegen des ultrahohen Klangs hörte ich die anderen kaum, aber das was bei mir ankam, ließ darauf schließen, dass sie genauso litten wie ich. Mit dem Unterschied, dass sie es gewohnt waren, wie sie mir zum Teil eindrücklich demonstriert hatten.Der Roboter schien fest entschlossen, uns eindrücklich klarzumachen, dass wir nicht mehr so unbekümmert oder fahrlässig handeln sollten. Das hatte ich bereits nach dem dritten Hieb verstanden, aber die Maschine sah das offenbar anders. Wenn ich richtig gezählt hatte, waren wir bei mehr als dreißig Peitschenhieben angekommen und der Reigen hörte einfach nicht auf.Da ich nicht demonstrieren konnte, musste ich also darauf warten, dass die künstliche Domina entschied, es seien genug Schläge gewesen.Aber das geschah nicht und plötzlich war da dieser hässliche Gedanke, dass ihre Drähte erneut durcheinander geraten seien. Anfangs war es nur ein vager Verdacht, der sich schnell zerstreuen ließ. Bei fünfundvierzig Hieben konkretisierte er sich und ließ sich nicht mehr so einfach beiseite schieben. Zehn kräftige Schläge weiter erhärtete sich der Verdacht; ab fünfundsechzig zementierte er sich ein; bei fünfundsiebzig kam die Verzweiflung; bei fünfundachtzig haderte ich mit allem und dachte verbittert, dass es doch nicht angehen könne, aus zig Fallen entkommen zu sein, nur um dann von einer abgedrehten Maschine abgeschlachtet zu werden.Fünfundneunzig Feuerschläge ließen die Haut platzen und mein kostbares Blut lief über das geschundene Fleisch. Einige Hiebe später kam endlich die erlösende Ohnmacht und entriss mich dem Land aus Schmerzen.Rien ne va Plus.(c) 2018 Wird fortgesetzt...  

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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